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Nikola Denkinger berichtet...
Sorry, only in German so far! 27.09.2007 - Ich bin zurück aus Südafrika und schon wieder auf dem Sprung! Diesmal allerdings aus beruflichen Gründen werde ich bereits wieder vom 07.-27.10.07 in Pretoria, Johannesburg und Kapstadt sein. Viel Zeit für die Projekte werde ich nicht haben, aber für einen Besuch wird es in jedem Fall reichen. Dann kann ich euch wieder berichten! Internet ist allerdings wirklich ein Problem. Die letzten beiden Blogs habe ich jetzt noch eingestellt, weil die Internetverbindungen zu schwach waren. Manchmal bin ich wirklich fast verzweifelt. Ab Januar 2008 werde ich übrigens bei der Deutschen Schule in Pretoria East für die nächsten zwei Jahre arbeiten, so denn ich eine Arbeitserlaubnis bekomme. Die steht noch aus und das ist auch noch eine kleine Hürde, die ich aber überwinden werde, da bin ich mir ziemlich sicher. So werde ich also künftig vor Ort sein und kann die Projekte noch besser steuern. Alle die bisher Mohau unterstützen, bleibt uns bitte treu und verfolgt nach wie vor die Blogs! Wer sich gerne persönlich mit seiner Arbeitskraft und freien Zeit engagieren möchte, sage mir Bescheid. Ich bin für jede helfende Hand dankbar!
Herzliche Grüße aus Stuttgart! Nikola |
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Blog 18 – Tanzen und Nähen! |
Sorry, only in German so far! 17.09.07 – Ich bin sehr sehr glücklich, dass ich nun die richtigen Projektleiter für das Tanzprojekt gefunden habe und zusammenführen konnte. Nun liegt es an ihnen das Projekt weiterzuführen und wachsen zu lassen. Das Projekt beinhaltet weit mehr als nur SALSA! Sie spielen Dramas, Comedies, tanzen nahezu alle traditionellen und auch modernen Taenze und NEU hinzu kommt Salsa und Merengue! Die Kinder ( 25 an der Zahl im Moment) sind wirklich gut und sehr talentiert! Sie performen in der Umgebung und sind in Atteridgeville schon bekannt. Und Billy der Projektleiter ist wirklich ein Künstler. Er schreibt die Dramen, choreographiert und er wird mit Sicherheit auch ein sehr guter SALSA-Tanzlehrer. Er ist total begeistert! Dafür sorgen die beiden Tanzlehrer von SALSA SPIRIT, Pretoria, die mir versprochen haben, das Projekt zu unterstützen. Ziel des Projektes ist, dance-education und natürlich noch mehr Kinder zu gewinnen! Und wie ich schon erzählt habe, die Kinder sollen motiviert werden ihre Wünsche und Probleme zu erzählen. Themen wie Liebe und Sexualität und HIV/AIDS sollen von den Projektleitern angesprochen werden. So hat nun dieses Projekt seinen Anfang genommen und ich muss es jetzt in die Hände von Billy legen, der künftig dafür verantwortlich sein wird. Eine NPO (NonProfitOrganisation) besteht bereits – BillyStayFree-YouthClub –! Benötigt werden dringend Materialien um Kostüme zu nähen. Ich werde dieses Projekt sobald ich zu Hause bin in die website mit aufnehmen, so dass ihr auch hierfür spenden könnt. Das Naehprojekt könnte künftig die Kostüme fuer dieses Projekt nähen, aber ich habe immer noch keine Zusage für das Gebäude! Ich habe jetzt erfahren, dass die Miete 300 Euro (!!!!) im Monat betragen würde und das ist auch für Mohau e.V. eine Menge bzw. zu viel Geld. Ich hoffe sehr, dass sie es uns billiger oder zur freien Verfügung geben werden. Die Verhandlungen laufen noch. Die Miete für das Gebäude nebenan, das wir gerne für das Tanzprojekt nutzen würden, kostet 40 Euro im Monat. Auch sehr viel Geld, weil das Tanzen an sich, nur sporadisch Geld einbringt. Billy wird manchmal von der Kommune oder der Stadt eingeladen bei Events zu performen und dafür werden sie dann auch bezahlt. Das kommt aber nur alle 3 Monate einmal vor, wenn überhaupt. Wir werden sehen, inwieweit sich der Chef dieses Beerdigungsunternehmens überzeugen lässt.
Nun drueckt uns bitte die Daumen, dass alles klappt! DANKE! Eure Nikola |
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Sorry, only in German so far! 15.09.07 - Meine Trainer fragten mich, ob ich nicht etwas fuer die jungen Spieler in der U12 und U15 tun koennte, weil sie quasi jeden in der Umgebung schlagen und sie moechten den Kindern einfach ne Chance geben. Sie schaetzen die Kinder in ihrer Leistung sehr hoch ein. Ich hab mich erkundigt und eine Telefonnummer von TUKS (das ist so etwas wie der DFB) erhalten, die staendig gute Nachwuchsspieler suchen. Sie waren sofort einverstanden und haben gleich 3 Tage spaeter ein Spiel mit ihren U12 und U15 Mannschaften organisiert. Unsere U 15, die in Atteridgeville und Umgebung kein einziges Spiel verliert, hat 1:8 verloren und die U 12 0:7. Ich war beim Spiel nicht dabei, so kann ich nicht viel dazu sagen. Ich dachte: „Ohje ohje, jetzt sind die Spieler voellig down“ (so waere es vermutlich in Deutschland oder?), aber nein: Die Spieler waren gluecklich fuer diese Chance und jetzt wissen sie wo sie stehen: GANZ AM ANFANG! Sie erklaerten dem Trainer was sie falsch gemacht haben und sie haben ihn angefleht auch Montags (normalerweise Di – Fr) zu trainieren. Das ist fuer mich total erstaunlich nach so einer Niederlage und ich ‚zieh den Hut’ vor diesen Kindern. Sie zeigen mir, was es bedeutet nicht aufzugeben, weiterzumachen und hart zu arbeiten. Sind sie nicht wunderbar? Liebe Gruesse Nikola |
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Sorry, only in German so far! 14.09.2007 Ich bin so gluecklich euch zu berichten, dass die Kinder vom Mohau Centre wohlauf sind und sich sehr positiv entwickelt haben. Ich hab sie gestern gesehen, wie sie von ihrer Grundschule aus eine Auffuehrung hatten (traditionelles Tanztheater). Sie waren phantastisch! Ich war richtig maechtig stolz. Wenn ich daran denke, dass einer der Jungs in 2004 fast gestorben waere und jetzt mit stolz erhabener Brust das Tanzbein schwingt, dann macht mich das so gluecklich. Zu verdanken ist die positive Entwicklung zum einen den Medikamenten, aber zum anderen einer Dame, die seit ca. einem halben Jahr als Kindergaertnerin im Mohau Centre arbeitet. Sie bringt den Kindern so viel bei und vor allen Dingen, sie liebt die Kinder von Herzen. Das ist was die Kinder brauchen: Stabilitaet, Liebe, Konsequenz, Lehre! so kann ich beruhigt mein Augenmerk auf die Kinder in den sqautter camps richten. Es ist sogar mittlerweile so, dass das Mohau Centre mich mit Spielzeug und Kleidung fuer die Kinder in den Elendsvierteln unterstuetz, weil es ihnen im Moment so gut geht!
Ihr erinnert euch an den 14-jaehrigen Jungen, den wir gefunden haben? Er wollte nicht in ein Kinderheim und Mrs. Emily, die Leiterin des Magau Projekts hat folgende Loesung fuer ihn gefunden, die gut zu funktionieren scheint: Die Huette wurde grundgesaeubert, mit Notwendigkeiten des taeglichen Lebens ausgestattet und ein 18-jaehriges Maedchen, das selbst ohne Eltern ist, lebt nun mit dem Jungen zusammen. Sie kocht und waescht und schaut, dass der Junge zur Schule geht und sie selbst ist auf einem College! Sie ist sehr reif fuer ihr Alter und ist sich bewusst, dass sie nun eine wichtige Rolle fuer diesen Jungen uebernimmt. Sie selbt erhaelt jegliche Unterstuetzung von seiten des Magau projekts. Ich weiss, dass jetzt wahrscheinlich manche von Euch den Kopf schuetteln, aber das ist momentan das Einzige was wir tun konnten. Wir koennen den Jungen, nicht einfach irgendwo hin stecken! Das ist seine gewohnte Umgebung, dort ist sein Hund und ich selbst werde in jedem Fall immer wieder ueberpruefen, wie es dem Jungen geht. Eigentlich braeuchte er psychologische Unterstuetzung, die weit und breit nirgends zu finden ist. Aber die taeglichen Gebete zusammen mit den Menschen mit denen er nun umgeben ist, tragen auch ihres zur Heilung bei!
Gestern musste ich mit einem 9-jaehrigen Jungen diskutieren, warum man Haende waschen muss vor dem Essen. Irgendwie sah er es nicht ein! Mein Kommentar: ""Jeder muss Haende waschen vor dem Essen, auch Erwachsene!" Er: "Warum?"Ich: "Weil Haende einfach dreckig werden im Laufe des Tages!" Er: Äber nicht die Haende eines Neugeborenen. Die sind nicht dreckig!" Womit er wohl Recht hat, aber das Neugeborene ist schliesslich auch noch nicht bei Tisch. Aber da bleibt mir manchmal die Spucke weg, was den Kindern alles so einfaellt. Und die 'Frechen' haben einfach gerne das letzte Wort wie ueberall auf der Welt!
Einmal passierte es mir - ich war auf dem Weg zu Mrs. Emily - dass ein Maedchen, ca. 3 Jahre alt, auf mich zugerannt kam und an mir hochkletterte und mir eine dicke Umarmung inklusiv Kuss gab. In solchen Momenten fuehl ich mich mit der Welt vereint, versoehnt, gesegnet.
Eure Nikola |
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